Buch-Review: Die Vier P - Jutta Schweiger

Meine Buch-Review zu: Die Vier P von Jutta Schweiger!

Die deutsche Gründerin Jutta Schweiger hat nicht nur den C. Creativity Club, sondern auch FourSight Germany gegründet. Damit unterstützt sie einzelne Führungskräfte sowie Unternehmen und Teams dabei, die kognitive Diversität in der alltäglichen Arbeit zu nutzen, um langfristig erfolgreicher zu sein.

Jutta Schweiger hilft ihren Klienten und Klientinnen dadurch vor allem auch dabei, besser mit den Herausforderungen und Veränderungen der heutigen Zeit umgehen zu können. Dazu möchte sie menschliche Fähigkeiten erlebbar und nutzbar machen, um dadurch wiederum von der Resilienz und dem kreativen Selbstbewusstsein zu profitieren.

Ihre eigene Kreativität lebt Jutta Schweiger unter anderem beim Schreiben und in anderen Projekten aus. So schreibt sie für das Online-Magazin „More Than Digital“, hat einen Interview-Podcast, ist Germany Creative Champion des „WCID World Creativity & Innovation Day“ und ist als Mitglied im „Arts & Nature Social Cub“ aktiv.

Seit Anfang 2022 ist Jutta Schweiger darüber hinaus auch Buch-Autorin. So veröffentlichte sie im Frühling 2022 ihr erstes Buch „Die Vier P“ mit dem Untertitel „Die Entdeckung der individuellen Kreativität“ im Eigenverlag.

Inhalt: Vielseitige Antworten auf 9 Fragen rund um das Thema der individuellen Kreativität

Mit ihrem Buch „Die Vier P“ hat Jutta Schweiger keinesfalls einen neuen Ansatz für Kreativität erschaffen. Denn die sogenannten „4 P“ sind ein bereits existierendes Konzept, das die vier Komponenten von Kreativität beschreibt. Dieses wurde vom US-amerikanischen Erziehungswissenschaftler und Kreativitätsforscher Mel Rhodes beschrieben und gilt als absoluter Meilenstein der Kreativitätsforschung.

Die Definitionen der 4 P bilden vier Stränge. Jeder Strang hat akademisch eine einzigartige Identität, aber nur in Einheit funktionieren sie.“ – Mel Rhodes

Dabei setzen sich die „4 P“ der Kreativität aus den vier Begriffen/Bereichen Person, Product, Process und Press zusammen, welche sich auch auf dem Cover des Buches „Die Vier P“ von Jutta Schweiger wiederfinden. In der zweiseitigen Einführung des Buches beschreibt die Autorin dabei nicht kurz nur die „4 P“ nach Mel Rhodes, sondern auch, was Leser und Leserinnen auf den etwa 200 Seiten erwarten.

Es gibt kein universelles Verständnis von Kreativität.“ – Jutta Schweiger

So schreibt Jutta Schweiger zu Beginn von „Die 4 P“ Folgendes: „Während meiner eigenen Forschungen zur individuellen Kreativität von Menschen und Teams, bin ich auf dieses Konzept gestoßen und habe Fragen zu den 4P entwickelt, die helfen, herauszufinden, wie Menschen ihre Kreativität reflektieren und welche Aspekte innerhalb der 4P ihnen wichtig sind.

Begonnen habe ich mit der Befragung im April 2020. Heute, im Frühling 2022, veröffentlichte ich einige Antworten, die mich besonders berühren. Damit möchte ich zum Austausch und zum Nachdenken anregen, damit Kreativität zukünftig intensiver genutzt und gefördert wird und innere Entwicklungsziele erreicht werden können.

Wir sind alle kreativ. Nur nicht auf die gleiche Weise.“ – Jutta Schweiger

Somit erwarten Dich als Leser oder Leserin im Buch „Die Vier P“ von Jutta Schweiger neun interessante Fragen zur „Entdeckung der individuellen Kreativität„. Nach jeder Frage findest Du eine Seite mit genügend Platz für Deine eigenen Antwort darauf, bevor Du die vielseitigen Antworten aus der Befragung findest. Einige ausgewählte davon, die mir ganz persönlich sehr gut gefallen haben oder mich zum Nachdenken angeregt haben, findest Du im nächsten Absatz.

Die besten Antworten auf die Fragen aus dem Buch "Die Vier P" von Jutta Schweiger:

1. Creative Person

Persönlichkeit, Intellekt, Temperament, Konstitution, Eigenschaften, Gewohnheiten, Einstellungen, Selbstverständnis, Wertesysteme, Abwehrmechanismen, Verhaltensweisen, Leidenschaften, Präferenzen, Stärken, Fantasien, Träume, Wünsche, Emotionen, Erfahrungen.

Wie kreativ bist Du? Und: Wie bist Du kreativ?

  • Ich bin davon überzeugt dass jeder Mensch kreativ ist und kreativ sein kann.
    • Kreativität hat unglaublich viele Facetten und bedeutet für mich aus Denkmustern auszubrechen, deshalb denke ich auch dass ich kreativ bin.
  • Kreativität assoziiere ich bei mir persönlich mit Worten, einem ästhetischen Ausdruck sowie mit dem Denken neuer Verbindungen.
    • Das kann sein durch eine neue Perspektive, die Verknüpfung von Bereichen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt zusammenpassen oder das zusammenbringen von interessanten Menschen und/oder Konstellation.
      • Kreativität ist für mich auch anders an Problemstellungen heranzugehen oder sich Herausforderungen anders zu stellen.

Welche Eigenschaften verbindest Du mit kreativen Menschen?

  • Eine gute Verbindung zu sich selbst haben; in einen Flow kommen können; ausgebildete Vorstellungskraft haben.
  • Es bedeutet für mich, dass man Dinge verändern will, anders machen will, schön oder lebendig machen will.
  • Einen guten Blick fürs Detail; eine eigene Sicht der Dinge; einen persönlichen Antrieb, kreativ sein zu wollen/müssen.

Welche Eigenschaften davon besitzt Du?

  • Ich verkörpere alle davon. Ich übe mich täglich darin mehr Tiefe und Weisheit in jeder Eigenschaft zu erforschen, darin zu experimentieren und mich auszuprobieren.
  • Ich bin neugierig, gestalte gerne, mache gerne neue Dinge, bin wissbegierig, kombiniere gerne Dinge, arbeite gerne interdisziplinär und lass mich gerne von Menschen, Orten, Dingen inspirieren.
  • In der richtigen Umgebung kann ich alle davon haben, unter Stress kann ich darauf nicht so gut zugreifen.
  • Ich denke, dass ich Neuem gegenüber offen bin. Mir fehlt manchmal der Mut künstlerisch tätig zu sein.

2. Creative Product

Wenn eine Idee sich in einer greifbaren Form äußert, sprechen wir von einem Produkt.

Was ist ein kreatives Produkt? Und was macht ein Produkt kreativ?

  • Ich mag die Unterscheidung zwischen kleiner und großer Kreativität von Csikszentmihalhi, daher ist für mich alles ein kreatives Produkt was ein Mensch neu erschafft.
    • Ob es dann für große Kreativität reicht, hängt vom Kontext ab und wie neuartig und wertvoll etwas für diesen Kontext ist.
      • Ich glaube, kreative Produkte entstehen dann, wenn grundlegende Annahmen/Beschränkungen ausgehebelt werden.
  • Wenn eigene Gedanken und Techniken einfließen, Dinge neu kombiniert werden, man den altbewährten Weg verlässt.
  • Es nimmt einen Bedarf voraus, den es noch nicht gibt, welchen es in Zukunft aber geben wird. Es erkennt und erfüllt einen Trend.
    • Es bietet eine neue Art, ein bestehendes Problem zu lösen, es steigert die Effizienz, wie ein bestehendes Problem gelöst wird.

Wie kannst Du feststellen, ob etwas kreativ ist?

  • Die Abweichung von der Norm ist ein Mittel, um den Grad der Kreativität zu bemessen. Das allein reicht aber nicht aus.
    • Es muss zudem den erwünschten Zweck erfüllen, muss zukunftsfähig sein und Menschen begeistern.
  • Sehr subjektiv: Je nachdem was ich oder andere Leute in meinem/ihrem Leben schon kennengelernt/gesehen habe/-n.
  • Oft bemerkt man Kreativität erst mit dem zweiten Blick. Ich bin oft von Dingen und Vorgängen begeistert, die gewachsen und nicht abgerufen sind.

3. Creative Process

Motivation, Wahrnehmung, Lernen, Denken, Kommunikation.

Wie können Menschen ihre Kreativität nutzen und anwenden?

  • Kreativität ist meiner Meinung nach den ganzen Tag nutzbar, von alltäglichen bis hin zu komplexen Projekten. Es kommt auf das Bewusstsein dafür an.
  • Oft müssen Menschen ihre eigenen Grenzen, die durch Glaubenssätze definiert sind, überwinden um ihre Kreativität zu entdecken und zu leben!
  • Ich denke Menschen können ihre Kreativität jeden Tag anwenden: in der Art wie sie die Welt um sich wahrnehmen, wie sie ihre Probleme angehen oder wie sie sich ausdrücken.
    • Kreativität kann einen musischen Ausdruck finden, es kann aber auch einfach eine Art sein, wie man dem Leben begegnet.

Was davon nutzt Du? Was möchtest Du häufiger nutzen?

  • Was ich nutze: Die positive Grundstimmung und die Überzeugung vom Sinn und Zweck. Das Einbeziehen von Mitkreativen. Was ich gerne häufiger nutzen würde: Mehr Klarheit über meinen kreativen Denkprozess haben.
  • Ich wünsche mir mehr Flow-Momente, die muss man zulassen können.
  • Ich würde mir im Alltag gerne noch häufiger bewusst sein, ob ich etwas nicht noch besser, leichter oder schneller machen könnte.
  • Ich nutze Perspektivwechsel und mich auf Neues einlassen und Neues ausprobieren.
    • Ich würde gerne mit meiner Intuition mehr folgen, ohne vorab abzuwägen oder zu analysieren.

4. Creative Press

Atmosphäre und Umwelt: Die Beziehung zwischen Individuen und ihrer Umgebung.

Welche Atmosphäre begünstigt Kreativität? Und welche unterdrückt sie?

  • Gemeinschaft, Raum, Freiheit, Herausforderungen
  • Vertrauen ineinander und Experimentierfreude begünstigen Kreativität. Druck und Stress unterdrücken sie.
  • Für mich persönlich begünstigt je nach Kontext Ruhe oder Musik Kreativität. Ich brauche abwechselnd Momente für mich, und meine Gedanken zu sortieren.
  • Finanzielle Freiheit kann förderlich sein. Mangel lässt einen oft eher zu „Brotjobs“ tendieren, die einem selbst nichts bringen.
  • Eine lockere, offene, freundliche harmonische Atmosphäre begünstigt Kreativität.
    • Im Arbeitsalltag hemmen feste Strukturen und Angst Kreativität.

In welcher Atmosphäre arbeitest Du? Was würdest Du gerne optimieren?

  • Ich bin selbstständig und nehme mir die Freiheit, so zu arbeiten, wie ich es möchte – was da nicht reinpasst (auch Kunden), werden konsequent weggelassen.
  • Offene und schöne Umgebung. Blick nach draußen und Möglichkeit meine Zeit relativ flexibel zu planen.
    • Optimieren gerne, Meetings zu reduzieren und meine Kollegen anzuleiten, mutiger zu sein und selbst eine Vision zu haben, wonach sie greifen und streben und daran glauben.
  • Ich hätte gerne Weitblick von meinem Bürofenster aus, um noch mehr Gedanken zu generieren.
  • Mehr Strukturen und Prozessabläufe schaffen. Mich öfter mit Menschen umgeben.

Fazit: Spannende Impulse über Kreativität durch vielseitige Perspektiven

Das Buch „Die Vier P“ von Jutta Schweiger ist definitiv kein Buch wie jedes andere, da es – mit Ausnahme der zweiseitigen Einleitung – keine eigenen Texte der Autorin enthält. Anstelle dessen findest Du auf den rund 200 Seiten viele spannende Antworten und Impulse rund um die individuelle Kreativität. Diese sind teilweise ähnlich zu eigenen Antworten, Denkweisen und Erfahrungen, manchmal aber auch ganz unterschiedlich.

Diese Vielseitigkeit der Perspektiven aus „Die Vier P“ ist es auch, die das Buch von Jutta Schweiger so besonders macht. Wer sich also für das Thema Kreativität und vor allem „die Entdeckung der individuellen Kreativität“ interessiert, sollte sich das Buch und dessen vielseitige Impulse ruhig einmal genauer anschauen. – Daher kann ich es sowohl im Bereich Beruf als auch im Bereich Selbst durchaus empfehlen!

Deine Meinung zum Buch "Die Vier P" von Jutta Schweiger

Kanntest Du „Die Vier P“ bereits? – Wie ist Deine Meinung zu dem Buch von Jutta Schweiger?

Hinweise zur Buch-Review "Die Vier P" von Jutta Schweiger:

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